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Fachliche News

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Marketing in der Zahnarztpraxis - neue Rechtsprechung erlaubt Werbung für Bleaching

Dienstag, 20 Februar 2018 09:48

Regelmäßig fragen sich Zahnärzte, wie sie ihren Außenauftritt als Zahnarzt gestalten dürfen und wo die Grenze zur unerlaubten Werbung verläuft.

Das Verwaltungsgericht Münster zeigt sich in einer aktuellen Entscheidung (Urteil vom 22.11.2017, Aktenzeichen 5 K 442/17) unternehmerfreundlich und hat Werbung für Bleaching auf einer zahnärztlichen Homepage als rechtmäßig eingestuft.

In dem zu Grunde liegenden Fall wies ein Zahnarzt im Rahmen seines Internetauftritts beispielhaft darauf hin, dass bei ihm die Standardbehandlung für ein Bleaching (Behandlung in der Praxis) bereits ab 129,00 €, eine Homebehandlung (Schienen und Gel für das Homebleaching) ab 199,00 €, die Premium­behandlung (Bleaching in der Praxis, professionelle Zahnreini­gung) ab 179,00 € und eine sogenannte Deluxebehandlung ab 349,00 € zu erhalten seien.

Er erhielt eine berufsrechtliche Rüge samt Ordnungsgeld sowie eine Untersagungsverfügung in Bezug auf die Werbung.

Die Klage des Zahnarztes gegen die zuständige Kammer auf Aufhebung der Verfügung hatte Erfolg. Die Angabe eines zu erwartenden Gesamtpreises für eine vom Patienten gewünschte Leistung in einer Werbung sei nicht zu beanstanden, entschied das Verwaltungsgericht Münster. Denn die Höhe des zu erwartenden Preises einer medizinisch nicht notwendigen, sondern lediglich kosmetischen zahnärztlichen Behandlung sei für den Patienten ein zentraler Bestandteil der beworbenen Leistung. Wer sich aus eigenem Antrieb über eine solche informieren möchte, sei in besonderem Maße auf dementspre­chende Informationen angewiesen. Dies gelte umso mehr, wenn für die zahnärztliche Behandlung entsprechende Gebühren­positionen in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) nicht vorhanden seien.

Auch einen Verstoß gegen das Festpreisverbot der GOZ oder das Rabattverbot konnte das Gericht nicht erkennen. Das Urteil zeigt, wie sehr sich das Werberecht der Heilberufe im Wandel befindet. Ob die Rechtsprechung in anderen Kammerbezirken so übernommen wird, bleibt abzuwarten. Es gibt nämlich bei den einzelnen Landeszahnärztekammern noch deutliche Unterschiede.

In jedem Fall sollte man bei der Ausgestaltung der Homepage darauf achten, sachlich zu informieren und anpreisende, irreführende oder vergleichende Aussagen zu vermeiden.

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