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Fachliche News

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Berechnung der 44 €-Freigrenze bei Sachbezügen

Dienstag, 16 Oktober 2018 10:54

Die Ausgabe von „Benzingutscheinen“ oder Ähnlichem an Arbeitnehmer ist seit vielen Jahren ein sehr beliebtes Mittel, um Lohnnebenkosten zu sparen, da diese unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Die meisten unserer Mandanten lassen ihren Mitarbeitern solche Gutscheine zukommen.

Die absolute Obergrenze für solche Warengutscheine beträgt 44 € pro Monat. Wir raten seit jeher diese Grenze nicht auszureizen, sondern die Gutscheine auf 40 € pro Monat zu beschränken. Der Hintergrund ist, dass es auch noch andere Vergünstigungen gibt, die zu den Sachbezügen gerechnet werden. Eine Überschreitung der 44 €-Grenze hat, insbesondere bei Minijobbern, gravierende finanzielle Folgen.

Die Beschränkung auf 40 € hat sich als sehr sinnvoll erwiesen, da der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 06.06.2018 entschieden hat, dass Versandkosten für Sachbezüge, die der Arbeitgeber trägt, beim Arbeitnehmer ebenfalls als Sachbezug gelten. Im entschiedenen Fall hatte ein Arbeitgeber Warengutscheine in Höhe von 44 € pro Monat an seine Arbeitnehmer verteilt, die diese unter anderem bei Online-Händlern einlösen konnten. Die von den Online-Händlern zusätzlich an den Arbeitgeber berechneten Versandkosten führten zum Überschreiten der Freigrenze. Das führte dazu, dass es sich eben nicht mehr um Sachbezüge handelte, sondern um eine normale Bruttolohn­zahlung mit den entsprechenden Folgen hinsichtlich Sozialversicherung und Lohnsteuer. Dies wird insbesondere bei Minijobbern und bei Arbeitnehmern mit der Lohnsteuerklasse 5 oder 6 sehr teuer. Die gleiche Problematik ergibt sich, wenn Sie Ihren Arbeitnehmern für den Bezug von Sachwerten von bestimmten Firmen angebotene Verrechnungskarten anbieten. Auch hier kommen die Kosten für die Anbieter der Verrechnungskarten zum Warenbezugswert hinzu.

Deshalb empfehlen wir seit langer Zeit eine Beschränkung der Waren­gutscheine auf 40 € und halten nach dem o. g. Urteil erst recht daran fest.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen Ihnen unsere Lohnsachbearbeiter gerne zur Verfügung.

 

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