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Fachliche News

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Anhebung der Gleitzone bei "Midijobbern" ab 01.07.2019

Donnerstag, 06 Juni 2019 13:51

Überschreitet das Arbeitsentgelt von Geringverdienern die Grenze von 450 €, kommen diese in die sogenannte Gleitzone und werden somit voll sozial­versicherungspflichtig. Der Vorteil jedoch ist, dass in der sogenannten Gleitzone nur verringerte „Arbeitnehmerbeiträge“ anfallen.

Mit dem RV-Leistungsverbesserungs- und –Stabilisierungsgesetz wird die bisherige „Gleitzone“ zu einem sozialversicherungsrechtlichen „Übergangs­bereich“ weiterentwickelt. Außerdem führen die reduzierten Renten­versiche­rungsbeiträge nicht mehr zu geringeren Rentenleistungen.

Zum 01.07.2019 erhöht sich die Midijob-Obergrenze von 850 € auf 1.300 €. Für Arbeitgeber ändert sich mit den Neuregelungen mit Blick auf die Beitragspflicht nichts. Sie müssen weiterhin für alle vier Sozialversicherungsträger ihren Beitragsanteil zahlen. Dieser beträgt – unabhängig von den reduzierten Zahlungen für die Arbeitnehmer – unverändert die Hälfte der Summe auf der Berechnungsbasis des Arbeitsentgeltes.

Midijobber erwarben in der Vergangenheit geringere Rentenanprüche, weil ihre Rentenversicherungsbeiträge bis 30.06.2019 nicht aus ihrem tatsächlichen Arbeitsentgelt gezahlt werden, sondern aus einer fiktiven reduzierten beitrags­pflichtigen Einnahme. Sie konnten aber ihrem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass sie volle Rentenversicherungsbeiträge zahlen möchten. Diese Regelung entfällt ab 01.07.2019. Ab diesem Zeitpunkt werden Entgeltpunkte immer aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt ermittelt. Für den Arbeitgeber entfällt damit die Pflicht diese Verzichtserklärungen aufzubewahren. Bestehende Verzichts­erklärungen sollten jedoch bis zur nächsten Sozialversicherungsprüfung erhalten bleiben.

In den Entgeltmeldungen ist vom Arbeitgeber ab dem 01.07.2019 zusätzlich das tatsächliche Arbeitsentgelt für Midijobber anzugeben, damit der Rentenversicherungsträger dieses für die Rentenberechnung verwenden kann. Dabei werden die Meldezeiträume bis zum 30.06.2019 und ab 01.07.2019 unterschieden.

 

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