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Fachliche News

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Schenkungsteuer - Vorsicht Falle!

Mittwoch, 14 August 2019 10:43

Im Laufe der Jahre gelingt es vielen Ärzten / Zahnärzten, erhebliches Vermögen zu bilden. Zum einen durch die eigene Arbeitsleistung, zum anderen gegebenen­falls durch erhaltene Schenkungen oder Erbschaften.

Oftmals hat ein Ehegatte mehr Einkommen als der andere, so dass die Vermögensbildung in unterschiedlicher Höhe erfolgt. Viele Eheleute gehen davon aus, dass es beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft möglich ist, Vermögen von einem auf den anderen Ehegatten zu übertragen, ohne dass hierfür Schenkungsteuer anfällt. Das ist leider nicht immer der Fall.

Auch bei der Zugewinngemeinschaft besitzt jeder Ehegatte sein eigenes Vermögen. Lediglich bei Beendigung der Ehe, sei es durch Scheidung oder Tod, wird der Zugewinn hälftig aufgeteilt. Wenn während des Bestehens der Ehe Vermögen von einem Ehegatten auf den anderen übertragen wird, ist auch das eine Schenkung, die zu Schenkungsteuer führen kann. Dies ist dann der Fall, wenn der Freibetrag für Schenkungen unter Ehegatten in Höhe von 500.000 € für die letzten zehn Jahre überschritten wird.

Schenkungen in diesem Sinne sind unter anderem Übertragungen von Bankguthaben, Aktiendepots usw. Eine böse Falle sind hier so genannte Oder-Bankkonten. Einzahlungen eines Ehegatten auf ein so genanntes Oder-Konto können, je nach den Umständen des Einzelfalles, ggf. auch dem anderen Ehegatten zugerechnet werden, so dass eine Schenkung vorliegt. Eine reine Vollmacht für ein Konto des anderen Ehegatten ist jedoch unschädlich. Auch die Tilgung von Schulden für vermietete Immobilien des einen Ehegatten durch den anderen oder für gemeinsame Immobilien gilt als Schenkung. Eine Ausnahme stellt die eigengenutzte Wohnimmobilie dar. Zuwendungen zum laufenden Unterhalt, also zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten, gelten nicht als Schenkung.

Nicht selten wird bei Schenkungen unbewusst der Freibetrag überschritten und somit ungewollt Schenkungsteuer ausgelöst.

Um das zu vermeiden, achten Sie bitte streng darauf, dass Sie Ihrem Ehegatten oder Ihr Ehegatte Ihnen innerhalb von zehn Jahren nicht mehr als 500.000 € zuwenden. Falls Sie sich unsicher sind, klären Sie den Vorgang bitte vorher mit uns ab.

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