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Fachliche News

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Anforderung an einen lohnsteuerpflichtigen Sachbezug in Form eines Frühstücks

Donnerstag, 31 Oktober 2019 13:34

Das Steuerrecht gilt allgemein als ein etwas langweiliges Rechtsgebiet. Das sehen wir natürlich nicht so, sonst wären wir nicht in diesem Bereich tätig.

Immer wieder kommt es zu Kuriositäten im Steuerrecht. Angefangen bei der schwierigen Frage, ob ein Finanzrichter während der Verhandlung geschlafen oder lediglich die Augen geschlossen und tief geatmet hat, über andere seltsame Fragen bis hin zu der sehr wichtigen Frage, wie denn ein Frühstück beschaffen sein muss, damit es im steuerlichen Sinn als Frühstück gilt. Der Bundesfinanzhof hatte nun über folgenden Fall zu entscheiden:

Der Arbeitgeber stellte seinen Arbeitnehmern unbelegte Backwaren, wie Brötchen und Rosinenbrot nebst Heißgetränken zum sofortigen Verzehr im Betrieb bereit. Ist das ein Frühstück oder nicht? Der BFH entschied, dass dies kein Frühstück im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 SvEV ist, denn für ein Frühstück in diesem Sinne muss jedenfalls ein Aufstrich oder Belag hinzu-kommen.

Merke: Ohne Aufstrich oder Belag kein lohnsteuerpflichtiges Frühstück!

Es bleibt abzuwarten, wie die Finanzverwaltung auf dieses Urteil reagiert. Möglicherweise versucht sie über den Gesetzgeber eine sogenannte rechtsprechungsbrechende Gesetzesänderung zu erreichen, indem der Gesetzgeber ein lohnsteuerpflichtiges Frühstück neu definiert.

Sie sehen, das Steuerrecht kann durchaus unterhaltsam sein.

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