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Fachliche News

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Kurzzeitige Apotheker-Vertretung ist sozial-versicherungsfrei (gilt sinngemäß für Praxis-Vertreter)

Freitag, 30 Oktober 2020 08:36

Arbeitet eine Apothekerin als kurzzeitige Vertreterin einer Apothekeninhaberin kann dies – abhängig von den Umständen des Einzelfalls – als selbständige Tätigkeit zu charakterisieren sein. Dies hat das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen entschieden. Die betreffende Apothekerin arbeitete dort im Rahmen kurzzeitiger Vertretungen. Bei einer Sozialversicherungsprüfung wurde von den Sozialversicherungsträgern die Ansicht vertreten, dass es sich um eine Anstellung handele und deshalb Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie zur Rentenversicherung festzusetzen seien, für die der Arbeitgeber hafte.

Auf die Berufung der Klägerin hat das LSG diese Feststellung aufgehoben. Die betroffene Apothekerin habe nicht der Versicherungspflicht unterlegen. Denn sie sei nicht abhängig beschäftigt, sondern selbständig tätig gewesen. Insbesondere eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation der Weisungsgeberin (der Apothekeninhaberin) habe sich nicht feststellen lassen.

Falls Sie nicht nur kurzfristige Vertreter bestellen, sondern diese länger in Ihrer Praxis tätig sind, sollte am besten noch vor Beschäftigungsbeginn, ein sogenanntes Statusfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Dabei wird festgestellt, ob Sozialversicherungspflicht besteht oder nicht. Zumindest sind Sie dann vor unliebsamen Überraschungen geschützt.

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