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Fachliche News

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Für die Besteuerung einer Rente aus der Ärzteversorgung ist das Jahr der tatsächlichen Bewilligung der Rente entscheidend.

Dienstag, 27 April 2021 10:01

Regelrentenalter bei der Bayerischen Ärzteversorgung (BÄV) ist, je nach Geburtsjahrgang in etwa das 67. Lebensjahr. Die Statuten der BÄV sehen vor, dass die Rente bis zum 72. Lebensjahr hinausgeschoben oder auf das 60. Lebensjahr vorgezogen werden kann. Auch ist der Bezug einer Teilrente möglich, z. B. 30 %. Manchmal kommt es vor, dass ein Rentenantrag gegen Ende des Jahres, z. B. im November gestellt, aber erst später, z. B. im Dezember bewilligt wird. Die erste Rentenzahlung erfolgt dann im Folgejahr.

Hierzu hat das Finanzgericht Schleswig-Holstein (Urteil vom 02.09.2020 nicht rechtskräftig) festgestellt, dass weder die Regelaltersgrenze noch das erste Jahr der ersten Zahlung maßgebend ist, sondern das Jahr in dem die Rente bewilligt wurde. Bei Bezug einer Teilrente gilt das Jahr der Bewilligung der Teilrente auch für die Festlegung des Besteuerungsanteils der späteren Vollrente, da es sich um ein einheitliches Rentenstammrecht handelt.

Das kann große steuerliche Auswirkungen haben, da für die Festlegung der Besteuerungsanteile eine langjährige Übergangsregelung gilt. So beträgt der Besteuerungsanteil für Renten, die im Jahr 2005 oder früher bewilligt wurden, 50 %. Er erhöht sich nach und nach auf 100 % für Renten, welche im Jahr 2040 oder später bewilligt werden.

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